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Ebertplatz

Der tiefergelegte Ebertplatz ist eine Bausünde der 1970-er Jahre und wird von der Polizei wegen der Probleme mit dem Drogenhandel als Kriminalitäts-Brennpunkt eingestuft. Trauriger Tiefpunkt war eine tödliche Messerstecherei unter Drogendealern im Oktober 2017. Im März 2018 beschloss der Rat daraufhin ein „Interimskonzept“ zur Wiederbelebung und Bespielung des Platzes bis zur der im Jahr 2021 geplanten großen Umgestaltung des Platzes.

Diese große Umgestaltung gemäß des Masterplans von 2009 hatte zuvor viele Jahre auf Eis gelegen, weil der Rat die Machbarkeit einer Tiefgarage unter dem Ebertplatz geprüft hatte. Diese war schließlich im September 2017 vor allem aus Kostengründen vom Rat abgelehnt worden.

Der Bürgerverein wirkt aktiv beim „Interimskonzept“ mit. Höhepunkte des „Interimskonzepts“ waren die Wiederherstellung des Brunnens im Juli 2018  und die Eisbahn im Winter.  Darüber hinaus setzt sich der Bürgerverein für eine ebenerdige Umgestaltung des Ebertplatzes gemäß des Masterplans von 2009 ein, der die Sichtachse vom Eigelsteintor bis zur Agneskirche wiederherstellen soll. Dazu haben wir beantragt, Mitglied im Preisgericht für den Architekten-Wettbewerb zu werden.

Die angestrebte Quartiersgarage Eigelstein, die als Tiefgarage unter dem Ebertplatz abgelehnt wurde, sollte nach Vorstellung des Bürgervereins am besten unter den Bahnbögen entstehen.

 

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Ebertplatz

 

Verkehrsberuhigung Eigelstein

Im Juni 2015 hatte die Bezirksvertretung Innenstadt beschlossen, den ruhenden Verkehr auf dem Eigelstein nach dem Vorbild der Severinstraße neu zu ordnen. Dort gibt es nur einseitiges Parken, die andere Seite ist mit modernen Pollern versehen, um illegales Parken zu verhindern. Vier Jahre später, nach Karneval 2019, hat die Verwaltung begonnen, diesen Beschluss auf einem kleinen Teilstück zwischen der Dagobertstraße und Unter Krahnenbäumen umzusetzen: es wurden einige Parkplätze abgeschafft, dafür drei Ladezonen eingerichtet. Dazu haben wir einen Film produziert.  (zu den Filmen).

Der Bürgerverein hält diese Verkehrsberuhigung für bei weitem nicht ausreichend – der „Express“ bezeichnete die Umsetzung durch die Verwaltung in einem Beitrag am 13.3.2019 sogar als „Pipifax“. Wir setzen uns für eine konsequente und zügige Umsetzung des BV-Beschlusses auf dem gesamten Eigelstein ein, um eine Wohlfühlstraße zu schaffen, auf der man wieder flanieren kann. Das Beispiel Severinstraße beweist: Eine Verkehrsberuhigung ist gut für den Einzelhandel – denn Radfahrer und Fußgänger kaufen entspannter ein als gestresste Autofahrer, die keinen Parkplatz finden -, für die Anwohner und für die Umwelt. Nach einer wirklichen Verkehrsberuhigung soll der Eigelstein  mit Bäumen begrünt werden.

Ebertplatz

 

Bahnbögen

Seit 2003 sind die 35 Bahnbögen im Eigelstein-Viertel an die “Bahnbögen GmbH” verpachtet und seit 2008 gibt es einen Bebauungsplan. Doch seither hat sich dort nichts getan: die Bahnbögen sind nach wie vor ein vermüllter, nach Urin stinkender Schandfleck, unter denen wie auf dem Ebertplatz mit Drogen gedealt wird.  Über diese Problematik haben wir bereits zwei Filme produziert, einen mit Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne), einen weiteren mit dem Pächter der Bahnbögen und der SPD-Fraktionsvorsitzenden der Bezirksvertretung, Dr. Regina Börschel (zu den Filmen).

Da die Pläne einer Tiefgarage unter dem Ebertplatz Ende September 2017 vom Rat verworfen wurden, drängt sich die Frage nach einer Alternative auf. Die sieht der Bürgerverein unter den Bahnbögen: hier könnten nach eigenen Berechnungen bis zu 120 Stellplätze entstehen. Damit würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: das Parkproblem im Eigelstein-Viertel wäre gelöst und gleichzeitig das Müll- und Drogenproblem unter den Bahnbögen. Um diese Vision zu verwirklichen, sind wir in Kontakt mit Politik, Verwaltung und dem Pächter der Bahnbögen. Erstes handfestes Ergebnis: Der Rat hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 28.9.2017 offiziell beauftragt, die Möglichkeit einer Garage unter den Bahnbögen zu prüfen.

Ebertplatz

Althoff-Hotel auf dem ehemaligen Gaffel-Gelände

Im März 2016 kaufte Schlossherr und Gourmetkönig Thomas H. Althoff das 2.250 qm große Gelände der Gaffelbrauerei am Eigelstein 41, im Juni 2016 zog Gaffel aus.

Am 23. Juni 2016 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss, dass auf dem Gelände sowohl ein Hotel mit 220 Zimmern als auch ein Wohngebäude mit bis zu 14 Wohneinheiten gebaut werden sollen.

Mittlerweile sind die Bauarbeiten in vollem Gange, das alte Gaffel-Gebäude wurde bis zum Sommer 2018 vollständig abgerissen. Das neue Hotel soll spätestens 2021 eröffnet werden, wie Bauherr Thomas Althoff in unserem Film über das Bauprojekt (2018) erläuterte. Die Baulogistik läuft über das Salzmagazin, der Verkehr am südlichen Eigelstein wird durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt.

Mit dem Althoff-Hotel und dem gegenüberliegenden Hotel „Savoy“ entsteht am südlichen Eigelstein ein „Hotel-Gürtel“, von dem wir eine Verdrängung der illegalen Straßenprostitution dort erwarten.

 

Kämpgen

Immobilie „Kämpgen“

Im Juli 2016 schloss das Schuhhaus Kämpgen nach 60 Jahren seine Filiale am Eigelstein 127–129, die komplette Immobilie wurde an Konstantin Neven DuMont verkauft. Nach dessen Plänen soll auf dem Grundstück ein Doppelgebäude entstehen: auf der linken Seite soll das Haus nach historischem Vorbild wiederhergestellt werden, in der Kriegslücke rechts soll ein modernes Gebäude entstehen.

Insgesamt ist der Bau von sieben Wohnungen vorgesehen, dafür soll die Immobilie aufgestockt werden. In der Gewerbeeinheit im Erdgeschoss soll ein Ladenlokal eröffnet werden. Architekt Kaspar Kraemer: „Wir wollen mit dem Projekt einen der letzten Schandflecken des Kriegs verschwinden lassen.“

Der Bauantrag ist seit September 2018 genehmigt, die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2019 beginnen und 2021 abgeschlossen sein. Ursprünglich sollte der Bau bereits im Frühjahr 2017 beginnen und Mitte 2018 abgeschlossen sein – diese Planung hat sich jedoch deutlich verschoben. Auch über dieses Bauprojekt hat der Bürgerverein einen eigenen Film gedreht.

Von den beiden Bauprojekten „Althoff-Hotel“ und „Kämpgen“ hoffen wir, dass sie der Startschuss für eine nachhaltige positive Entwicklung des Eigelsteins sind.

Bahnbögen